Sammelbezeichnung für verschiedene Formen der Sehschwäche, die im Kindesalter entstehen, z. B. die Schwachsichtigkeit nur eines Auges, die sich durch eine länger andauernde Unterdrückung oder Nichtgebrauch dieses Auges entwickelt. So wird z. B. im Schielen die Sehinformation des schielenden Auges, das ansonsten voll funktionsfähig ist, vom Gehirn zentral unterdrückt (Schielamblyopie). Erst wenn dieser Prozess länger andauert, kommt es zu organischen Veränderungen der Sehbahn und der Großhirnrinde, die unumkehrbar sind. Obwohl das Auge selbst weiterhin intakt ist, kann die ursprüngliche Sehkraft nicht zurückgewonnen werden.
Schwachsichtigkeit entwickelt sich auch bei Hornhaut- oder Linsentrübungen sowie bei an beiden Augen unterschiedlich stark ausgeprägten Brechungsfehlern (Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit) immer am schwächeren Auge. Die Behandlung in einer Sehschule kann eine Besserung der Schwachsichtigkeit herbeiführen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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